Downhill ist eine besondere Variante des Radsports. Im Downhill (kurz „DH“, zu deutsch „Abfahrt“) gilt es – ähnlich wie im Skisport – eine spezielle, ausschließlich bergab führende Strecke in kürzester Zeit zu fahren. In gröbstem Gelände, gespickt mit natürlichen Hindernissen und bei hohen Geschwindigkeiten muss das Rad zu jeder Sekunde unter voller Kontrolle sein. Routine, Training, Streckenkenntnis und eine gesunde Selbsteinschätzung sind dabei sehr wichtig.

Dabei ist das Wort "Downhill" bei einigen Menschen leider öfters auch mal mit weniger positiven Eigenschaften besetzt. "Rüpel", "rücksichtslose Raser" usw. sind Worte, die leider gelegentlich im Gebrauch sind, wenn es um diese Sportart geht. Dies jedoch zu Unrecht!

Downhill ist ein ernst zu nehmender Sport, welcher nicht von rücksichtslosen Rasern betrieben wird! Rücksicht auf die Natur und andere Waldnutzer ist oberste Prämisse und wird auch praktiziert. Da sich der Sport gerade auch bei Jugendlichen starker Beliebtheit erfreut, kann hiermit außerdem ein wertvoller Betrag zur Jugendförderung geleistet werden. Während andere Sportarten unter mangelndem Nachwuchs leiden, steigt die Zahl der Neueinsteiger beim DH stetig stark an. Gerade die hohe Konzentration und die von Leien i. d. R. unterschätzte Notwendigkeit der allgemein erforderlichen Fitness, wirkt sich dabei spürbar darauf aus, dass "flatratepartys" bei den jugendlichen Sportlern schnell mal uninteressant sind: Man will ja schließlich nicht letzter werden!

Downhill wird oft auch als Wettkampfsport ausgeübt. Die UCI (Union Cycliste Internationale) organisiert als internationaler Radsport-Verband u. a. auch nationale und internationale Downhill-Wettrennen, wie zum Beispiel die IXS-Cup Serie in Deutschland, der Schweiz oder der europäischen Veranstaltung. Näheres siehe: www.ixsdownhillcup.de

Interessanter weise ist beim Downhillsport – obwohl es prinzipiell eine reine Individualsportart ist – der Teamgedanke ganz groß. Man gibt sich Tips bei Rennen, trainiert gemeinsam, sitzt abends gemütlich zusammen und erlebt das Rennen als TEAM!

Um Downhill fahren zu können, benötigt man ein spezielles Rad. Denn die hohe Geschwindigkeiten und das grobe Gelände stellen besondere Anforderungen an die Technik der Fahrräder:

  • Stabilität: Alle Bauteile sind primär auf Stabilität ausgelegt. Geringes Gewicht ist zwar wichtig, aber zweitrangig.
  • Federung: Um die starken Bodenunebenheiten vom Fahrer fernzuhalten und die Fahrsicherheit zu erhöhen, besitzen die Downhill-Fahrräder sowohl vorne an der Fahrradgabel, wie auch am Hinterrad Stoßdämpfer mit großem Federweg um etwa 200mm. Die Federung ist oftmals vielfältig einstellbar.
  • Bremsen: Es kommen nur vollhydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz. Sie gewähren hohe Bremsleistung unter allen Witterungsbedingungen.
  • Rahmengeometrie: Vielfältig in der Geometrie einstellbare Rahmen, um die Fahreigenschaften dem Gelände anpassen zu können und vorwiegend auf Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten ausgelegt. Hecklastige Sitzposition für optimalen Schwerpunkt und daher zum Bergauffahren nicht geeignet. Das eingesetzte Material ist meist Aluminium.
  • Reifen: Sehr großvolumige und stabile Reifen bis zur Dimension 26×3.0" verhindern Plattfahren und Beschädigungen durch scharfkantige Steine. Je nach Witterung und Bodenbeschaffenheit kommen unterschiedliche Profile und Gummimischungen zum Einsatz.
  • Schaltung: Im Gegensatz zu Fahrrädern anderer Einsatzzwecke kann beim Downhill-Fahrrad nur an der Hinterachse geschaltet werden und beschränkt sich auf 8 bis 9 Gänge. An den Kurbeln kommt nur ein einzelnes Kettenblatt zum Einsatz und erfordert die Montage einer Kettenführung.

Hier ein Foto eines Downhillbikes. Es handelt sich um eines unserer Teambikes von unserem Sponsor "Nicolai":

Näheres über die in Deutschland mit feinster Ingenieurskunst und in bester Handarbeit gefertigten Räder gibt’s unter: www.nicolai.net

Die Downhill-Definition stammt mehrheitlich von Wikipedia.